Die Wurzel der Depression – Ursachen und Entstehung

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Wie entsteht eigentlich eine Depression? Warum werden manche Menschen depressiv und andere nicht? Warum schafft es nur ein so geringer Teil der Patienten, komplett frei von Depressionen zu werden?

Die Antwort dieser Frage finden wir in den unterschiedlichen Ursachen. Diese Ursachen können in 3 Punkte unterteilt werden:

1. innere Belastungsfaktoren

2. fehlende innere Ressourcen (innere Stärke)

3. äußere Belastungsfaktoren

Entstehung einer Depression -Ursachen
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1. innere Belastungsfaktoren

So wie Feuer einen brennbaren Stoff und Eis erst einmal Wasser braucht, um zu entstehen, so entsteht auch eine Depression nicht aus dem Nichts. Jede Depression hat eine oder mehrere grundlegende Ursachen, die den Betroffenen in bestimmten Situationen immer wieder belasten.

    • ein unverarbeitetes psychisches Trauma (Tod eines geliebten Menschen, unerfüllte Bedürfnisse in der Kindheit, Krankheiten, Misshandlung, …)
    • angeborene oder erworbene Hirnstoffwechselstörungen (veränderter Haushalt von Neurotransmittern im Gehirn, Noradrenalin- und Serotoninmangel)

Diese Ursachen müssen jedoch nicht zu einer Depression führen, solange die inneren Ressourcen und/oder die äußeren Umstände des Betroffenen stabil sind.

2. innere Ressourcen (innere Stärke)

Dieser Punkt macht den entscheidenden Unterschied. Da die meisten Menschen mindestens einen der inneren Belastungsfaktoren besitzen, aber trotzdem weltweit „nur“ 350 Millionen (von 7 Milliarden) Menschen an einer Depression leiden, muss es einen weiteren entscheidenden Faktor bei der Krankheitsentstehung geben. Genauer gesagt 5 Faktoren. Diese Faktoren bestimmen maßgeblich, wie jeder Mensch mit sich selbst und seinem Leben umgeht.

1Selbstwahrnehmung:

Viele Krankheiten entstehen über Jahre hinweg und das Ende vieler Beziehungen zeichnet sich meist schon lange vorher ab. Auch der eigene Körper sendet regelmäßige Signale. Aber wer nicht erkennt, dass er in die falsche Richtung fährt, kann den Kurs nicht ändern.

2Ziele

Weißt du, wo du hin willst? Beispielsweise hat Jeder heutzutage ein Navigationsgerät im Auto. Doch dieses Gerät hat einen entscheidenden Nachteil: Du musst erstmal wissen, wo du hin willst! Du musst ihm das Ziel vorher mitteilen, sonst nützt er dir überhaupt nichts. So funktioniert auch das Leben.Wo willst du hin? Depression Ursachen

Weißt du, wofür du gelebt haben möchtest? Wie soll dein Leben in 20 Jahren aussehen? Was soll dir die Mitgliedschaft im Fitnessstudio konkret bringen? Was für eine Beziehung möchtest du führen?

Auf der Straße des Lebens gibt es unendlich viele Möglichkeiten zum Abbiegen. Wenn du weißt, wo du hin möchtest, ersparst du dir viele Fehltritte und Enttäuschungen. Und du läufst nicht Gefahr, immer im Kreis zu fahren…

3Problemlösungsverhalten

Nur weil man ein Problem erkannt hat, ist es deswegen noch nicht gelöst.

Weißt du, was zu tun ist, wenn sich die unerledigten Aufgaben in Job und Haushalt in luftigen Höhen stapeln? Weißt du, wie du mit negativen Gefühlen umgehen musst, damit sie dir nicht immer wieder das Leben schwer machen? Was würdest du tun, wenn du ab morgen plötzlich arbeitslos oder wieder single bist?

Wenn du auf keine dieser Fragen spontan eine Antwort hast, dann solltest du jetzt anfangen, nach einer zu suchen. Es tut gut und macht freier, zu wissen, dass du Alternativen hast. Ablenkungen, wie Alkohol, Youtube, fernsehen und Videospiele sind zwar angenehme Ablenkungen, helfen dir aber keinen Schritt weiter. Wenn du dir keine Zeit nimmst, dich deinen Problemen offen und verletzlich zu widmen, werden sie dich irgendwann überrollen.

4Disziplin

Ein strenges Wort für das größte Liebesgeständnis, das du dir selbst machen kannst.

Du weißt, als was du arbeiten möchtest? Du weißt, was du mit der Mitgliedschaft im Fitnesstudio erreichen willst? Du weißt, was deiner Seele und deinem Körper gut tut?

Dann tu es!
Nichts macht diesen tollen Menschen da im Spiegel glücklicher, als wenn man ihm das gibt, was er braucht.

Doch wie motiviert man sich, wenn man sich „gerade nicht danach fühlt“? Wer es schafft, seinen inneren Schweinehund an die Leine zu legen, läuft weniger Gefahr, an einer Depression zu erkranken. Ein gewisses Maß an Eigendisziplin ist die Voraussetzung für ein erfülltes Leben.

5Selbstvertrauen

Dieses Wort wird eindeutig zu sehr in den Medien ausgeschlachtet. Es ist aber essentiell für ein Leben ohne Depression.

Mach am besten gleich nachher mal den Test: stell dich komplett nackt vor den Spiegel und schau dich für 5 Minuten ohne Unterbrechung. Was siehst du? Welche Gedanken kommen da hoch?

Wann hast du dir beim Blick in den Spiegel das letzte Mal gedacht: „Boah, geile Sau!“? Was sagst du zu dir, wenn du einen Fehler gemacht hast? Wie reagierst du, wenn dich jemand kritisiert? Glaubst du, dass du für gewisse Dinge, die du gern tun möchtest, einfach „nicht gemacht“ bist?depression ursachen frei

Wir leben in einer Gesellschaft, in der es geradezu verpöhnt ist, sich selbst auf die Schulter zu klopfen und sich in Ordnung zu fühlen, so wie man ist. Von Werbung, Kirche, Hollywood und der Gesellschaft wird uns immer wieder suggeriert, dass wir „nicht überheblich sein“ sollen, „nicht auffallen“ dürfen und uns an Andere anpassen sollen, um wirklich wertvoll zu „werden“. Die meisten von uns lassen dieses Spiel mit sich spielen… aber zu welchem Preis? Selbstvertrauen ist nicht angeboren. Selbstvertrauen ist die erlernbare Fähigkeit, sich selbst so annehmen zu können, wie man ist.

3. äußere Belastungsfaktoren

Wenn die inneren Ressourcen aufgebraucht sind, ist oft nur noch ein kleiner Tropfen nötig, um das Fass zum Überlaufen zu bringen. Zum Beispiel durch:

    • Stress im Job/ Studium/ Schule, Arbeitslosigkeit
    • Beziehungsprobleme, Trennung
    • starke Wetterumschwünge, Jahreszeiteneinflüsse (oft in den kühlen und dunklen Herbst- und Wintermonaten)
    • Krankheit
    • Unfälle, Tod eines nahestehenden Menschen
    • Geburt (Wochenbettdepression)

Meistens manifestiert sich eine Depression letztendlich aufgrund einer zusätzlichen äußeren Belastung. Manchmal geht die Depression auch wieder vorbei, wenn sich diese Belastung wegfällt (z.B. bei saisonaler Depression), leider geht oft durch die Depression aber auch die Kraft verloren, etwas an der Situation zu ändern (z.B. bei Arbeitslosigkeit, Krankheiten werden chronisch, etc.). Das ist meist der Punkt, an dem die Betroffenen erstmalig bemerken, dass sie an einer Depression leiden und letztendlich den Weg zum Arzt oder Psychologen suchen.

Das überwinden der stressverursachenden Situation stellt in den meisten Fällen schon den entscheidenden ersten Schritt dar.

Anmerkung:

Wie du sicher schon bemerkt hast, geht es auf dieser Seite nicht um die organischen Veränderungen bei einer Depression. Ursachen finden sich natürlich auch auf organische Ebene, aber dieser Artikel soll lediglich zum Verständnis der Depression dienen. Deshalb habe ich mich hier auf die Faktoren konzentriert, auf die wir selbst Einfluss haben.

Wenn du wissen willst, wie du diesen Faktoren wirksam begegnest und wie du deine Innere Stärke wiederfindest, dann schau doch mal auf meinem Blog vorbei oder sichere dir schnell deinen Zugang zum Online-Depressions-Coach.

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