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Das Gefühl von Sinnlosigkeit überwinden und den Lebenssinn wiederfinden

Fühlst du dich vielleicht gerade ausgebrannt und möchtest deine Motivation und deinen Lebenssinn wiederfinden?

Die Frage nach dem Lebenssinn ist so alt wie die Menschheit selbst. Jeder will gerne wissen, warum er hier ist, was er hier zu tun hat oder warum das Leben so läuft wie es läuft.

Du bist wahrscheinlich hier auf dieser Seite gelandet, weil es dir nicht gut geht. Vielleicht glaubst du:

„Das Leben hat keinen Sinn.“

„MEIN Leben hat keinen Sinn.“ oder

„Mein Leben hat keine Sinn MEHR.“

Vielleicht hast du aber auch einfach nur gemerkt, dass dein jetziges Leben nicht mehr so weitergehen kann. Dir ist aufgefallen, dass du absolut nicht glücklich damit bist, wie es moimentan läuft. Dass sich irgendetwas an deinem Leben ändern muss. Dass DU etwas an deinem Leben ändern musst.

Aber dann ist die große Frage: WAS?

Und um sich diese Frage beantworten zu können, muss man erstmal wissen: WARUM? Wofür?

 

Was ist der Sinn des Lebens?

Wenn man sich die Menschen heute so anschaut, könnte man meinen, dass die Suche nach dem Sinn des Lebens bei folgenden Dingen liegt:

  • eine Familie gründen
  • ein Haus bauen
  • viel Geld in einem guten, sicheren Job verdienen
  • Computer-, Online- und Konsolenspiele spielen
  • Party und saufen
  • über Andere meckern
  • Erfolge vorzeigen können

Und grundsätzlich ist ja gegen nichts auf dieser Liste etwas einzuwenden. ABER…

Wenn der Fokus NUR auf diesen Dingen liegt, dann entfernen wir uns vom Leben. Wir leben in einem Traum, „funktionieren“ nur noch für ein oberflächliches Leben und verlieren uns in materiellen Werten und der Suche nach Bestätigung.

Vielleicht ist es bei dir aber auch ganz anders. Vielleicht hast du gar nichts davon. Vielleicht hast du schon erkannt, dass dich diese Dinge nicht glücklich machen. Oder du WÜRDEST diese Dinge gerne in deinem Leben haben, aber aus irgendeinem Grund klappt das nicht. Vielleicht fragst du dich, ob du es einfach nicht verdient hast, diese Dinge zu bekommen oder glücklich zu sein.

Vielleicht hast du:

  • eine Trennung hinter dir
  • einen nahestehenden Menschen verloren
  • deinen Job verloren, eine Prüfung vergeigt
  • für dich erkannt, dass du die selben Fehler immer wieder machst und sich dein Leben überhaupt nicht weiterentwickelt

Auch in diesen Fällen schleicht sich gerne mal das Gefühl ein, dass das Leben nun keinen Sinn mehr hat. Und dabei ist es egal, ob andere Menschen dir gute Ratschläge geben und überhaupt nicht verstehen, warum es dir so schlecht geht. „Aber dir geht es doch eigentlich gar nicht so schlecht!“.

Diesen Satz habe ich während meiner eigenen Depression oft gehört, aber er hat die Situation nicht wirklich erträglicher gemacht. Die Gefühle, die für DICH real sind, zählen. Keine anderen.

 

Dem Leben einen Sinn geben

Jetzt kommen wir zur großen Frage: Wie gibt man dem Leben wieder einen Sinn? Wie schafft man es, aus dem dunklen Wald aus Depressionen, Verlusten, Rückschlägen und sinnlosen Beschäftigungen wieder heraus zu finden?

Was heißt das eigentlich… „Lebenssinn“? Das heißt, dass wir die Zusammenhänge im Leben erkennen. Dass wir das Gefühl haben, dass wir einen Wert für das Leben haben. Für unser Leben. Für das Leben Anderer. Das heißt, dass die Geschehnisse, so hart und grausam sie auch sein mögen, einen Sinn haben. Dass sie nicht „einfach so“ passieren.

Vielleicht denkst du jetzt „Na toll, was soll denn zum Beispiel der Tod eines jungen Menschen für einen Sinn haben?“ oder „Was soll das denn für einen Sinn haben, wenn ich immer wieder leiden muss und sich nichts daran ändert?“.

Es geht nicht darum, den Schrecken und Schmerz der negativen Erlebnisse zu verleumden. Es geht nicht darum, „einfach nur das Positive zu sehen“. Es geht nur darum zu erkennen, dass ALLES, egal wie schlimm es auch aussehen oder sich anfühlen mag, immer auch etwas Positives zu Folge hat.

Deine Depression ist nicht sinnlos. Sie ist ein Weckruf deines Körpers, der dir sagt: „So kannst du dein Leben nicht weiterführen“.

Der Tod eines nahestehenden Menschen ist nie sinnlos. Ja, er ist schmerzhaft, aber er ist auch eine Erinnerung für die Angehörigen, wie wertvoll und vergänglich das Leben doch ist und dass man die Menschen in seinem Umfeld nie für selbstverständlich nehmen sollte.

Die selben Fehler immer wieder zu machen ist nicht sinnlos. Mit jedem Fehler wächst der Leidensdruck im Inneren. So lange, bis das Fass übergelaufen ist und derjenige erkennt: „So geht das nicht weiter! Ich werde mich ab jetzt darum kümmern!“

Leid zu erfahren, sich schlecht, niedergeschlagen, leer oder antriebslos zu fühlen ist nicht sinnlos. Es ist notwendig. Kein Gefühl kommt aus dem Nichts. Jedes Gefühl zeigt dir an, wo du in deinem Inneren gerade stehst. Wie sehr du dich selbst wertschätzt. Wie bewusst (oder eben unbewusst) du lebst.

 

Der Grund, warum viele Menschen keinen Sinn im Leben sehen

Die Menschen, die ihren Lebenssinn aus den Augen verloren oder nie gefunden haben, haben alle eine Gemeinsamkeit. Sie haben bis zum Zeitpunkt des Erwachens UNBEWUSST gelebt.

Sie haben ihren Job gewählt, weil er ihnen einigermaßen liegt und andere sagen, dass er gut ist oder man damit gut Geld verdienen kann.

Sie leben oft jahrelang in unbefriedigenden Beziehungen, ohne dass sich etwas daran ändert.

Sie haben es sich zur Gewohnheit gemacht, ihre unangenehmen Gefühle zu verdrängen. Mit exzessivem Arbeiten, mit Computerspielen, mit neuen Hobbies, mit exzessivem Sport, mit Facebook/Youtube/WhatsApp/ etc. , mit Fernsehserien oder Musik. Sie betäuben ihre Gedanken und Gefühle, um sich wieder besser zu fühlen.

Und der letzte Punkt ist der schwerwiegendste, denn:

Niemand kann dir deinen Lebenssinn geben. Du musst ihn FINDEN, denn er ist für jeden Menschen etwas anderes.

Aber um ihn finden zu können, musst du lernen, in dich selbst hinzuhören. Du musst wieder selbstbewusster werden. Dir deiner Selbst bewusster.

Du musst dich wieder selbst fühlen, um sagen zu können „Ja, das fühlt sich gut an. Das gut mir gut.“ oder „Nein, das ist nichts für mich.“ Egal, ob es dabei um die alltäglichen Entscheidungen geht, um die Art und Weise wie dich andere Menschen behandeln oder um die Wahl deiner beruflichen Laufbahn.

Hier ein paar Methoden, wie du genau das schaffen kannst:

 

Lebe wieder bewusst!

  • Fühle deine Gefühle (wie du das konkret tun kannst, erfährst du hier in meinem Youtube-Video)
  • Gehe regelmäßig in die Stille. In die Natur oder einfach in die Wohnung. Keine Musik, kein Fernseher, kein Handy. Sei regelmäßig einmal nur mit dir alleine. Mit dem Gefühl der Leere. Mit der Hoffnungslosigkeit. Mit der Trauer, der Wut oder der inneren Unruhe. Erfahre einmal, was da in dir hochkommt, wenn du dich nicht ablenkst.
  • Triff Entscheidungen. Riskiere Fehler! Du weißt immer erst nachher, ob es gut war oder nicht. Tue die Dinge, die du gerne tun möchtest. Aber entscheide dich BEWUSST für sie.
  • Hinterfrage deine eigenen Gedanken. Die Frage „Ist das wirklich wahr?“ hat schon sehr oft meine Grübelattacken beendet. „Ich habe keine Freunde“. Ist das wirklich wahr? „Ich mache wirklich ALLES falsch!“. ALLES? Ist das wirklich wahr? Das sind nur zwei Beispiele von vielen.
  • Versuche nicht, deine Schwächen auszumerzen oder „an ihnen zu arbeiten“. Du wirst IMMER Schwächen haben und das ist völlig in Ordnung, denn die hat JEDER. Wenn du immer nur an deinen Schwächen arbeitest, dann wirst du nie fertig damit. Konzentriere dich stattdessen auf deine Stärken. Arbeite an ihnen. Arbeite mit ihnen. Tue die Dinge, die dich erfüllen, WÄHREND du sie tust, völlig egal, ob am Ende etwas Produktives dabei herauskommt.
  • Erkenne an, dass du gerade so bist, wie du bist und dass das völlig okay ist. Es ist okay, dass du Fehler machst. Es ist okay, dass du gerade etwas antriebsloser und unproduktiv bist. Es ist okay, wenn du gerade etwas vergesslich bist und es dir schwer fällt, dich zu konzentrieren. Es ist okay, dass du nicht ständig vor guter Laune und Energie strotzt. Es kommen wieder andere Zeiten. Vielleicht dauert es noch eine Weile bis dahin. Auch das ist okay. Gib dir die Zeit, die brauchst. Es ist DEIN Leben. Du darfst es in deinem eigenen Tempo leben.

 

Weiterführender Artikel >> Raus aus dem Gedankenkarussell – Wie du das Grübeln stoppen kannst

 

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Bildquelle: cap_tain Tom